Der Holländer in Aachen

Hi ,

wie versprochen hier ein kurzer Bericht über den LBL 2011 (das Foto ist aus dem letzten Jahr):

Wie jedes Jahr ruft der Berg. Und zwar zurück an meinen alten Wirkungsort in Aachen. Zu Studienzeiten hat mich der Lousberg nicht sonderlich interessiert.

Aber jetzt sind die 5555m am Lousberg hinter dem Dom ein kurzes, aber heftiges Highlight im Laufsommer. Anders als im letzten Jahr sind die Temperaturen erträglich. Ich laufe im Team der Alumni der Hochschule, die so nett waren, für Ehemalige Studis einen Startplatz zu sponsern.

Kurz nach dem Start geht es zum Einheizen eine nette Steigung in der Nizzaallee bergan. Auf der Nordseite sorgen kurze, trügerische Gefällstrecken nur begrenzt für Erholung. Merke: Jeder Höhenmeter runter muss nachher noch mehr hochgelaufen werden. Auf anaeroben Betrieb habe ich schon nach 1km umschalten müssen.

igitt, eine Steigung: Starker Tobak für den Holländer

Endlich oben, der Belvedereturm wird umrundet und es geht im Schweinsgalopp die engen Haarnadelkurven zu den Studententürmen runter. Junge Menschen fliegen vorbei. Studenten, die herunterstürzen als gäbe es kein Morgen. Laufen eher als Abfolge von Weitsprüngen begriffen. Die haben sicher trainiert anstatt für Theoretische E-technik zu lernen. In meinem Alter und als Holländer sind solche Gefällestrecken nix mehr.

Noch ein letzter Spurt hinter der letzten Kurve, dann liegt der Spass hinter mir. Immer auch schön, wenn es vorbei ist. Im letzten Jahr ist ein Lemming die Böschung runter, duselig geworden, weil es zu warm war. In diesem Jahr gib’s gottseidank weniger Kolateralschäden.

Die Atmosphäre und das Catering nach dem Lauf ist immer ein Highlight. Eine tolle Sommerfestatmosphäre. Erst Bananen, Äpfel und Iso, dann Bier und Würstchen, kredenzt von den Jungs und Mädels von der Motorbar aus den Studententürmen. Schon „damals“ eine Institution, und immer noch …

Ich hole mir noch die Urkunde ab. Auf dem Rückweg zum Bendplatz weht mir der altbekannte Printenduft von der nahen Lambertz Bäckerei entgegen. Ich setze mich ins Auto und fahre beseelt ins flache Düsseldorf zurück. Gerne nächstes Jahr wieder … obwohl die Langstrecke finde ich irgendwie doch netter ;-). Die Laktate sollten mir am nächsten Tag Recht geben.

Viele Grüße,
Martin

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