CTW 2011 Cologne – Langdistanz u. DM der AK

Cologne 04.09.2011

Sonntag früh um 3:30 klingelt der Wecker uns aus einem unruhigen Schlaf.
Wie befürchtet regnet es in Strömen. Missmutig und mechanisch packen wir unsere Wettkampfutensilien. Sollen wir bei dem Wetter überhaupt antreten? Schließlich haben wir in dieser Saison schon eine gute Langdistanz gemeistert, und heute kann`s nur schlechter werden! Aber wir müssen nach Köln! Immerhin haben wir die Räder schon gestern bei bestem Sommerwetter eingecheckt.
Am Fühlinger See regnet es weiter. Im nassen werden die Räder, Verpflegung etc. präpariert. – Das macht keinen Spaß!!
Mit dem Morgengrauen verschwindet  plötzlich der Regen.
Dann ist alles wie immer, Wettkampfbesprechung, Ansprachen, Nationalhymne, Sprung ins Wasser, Einschwimmen und Adrenalin kommen lassen.
Fünf  Minuten vor uns starten die Profis. Beim explodierenden Feuerwerk gibt es kein Zurück mehr. Die lange Bahn liegt vor uns – und schon geht es los. Immer an der Leine lang, ich habe mich gut eingruppiert und finde immer Füße an die ich mich hängen kann. An der Boje auch kein Stress heute klappt alles gut -es wird bestimmt mein Tag. Beim Landgang und erstem Blick auf die Uhr motiviert mich die Schwimmbestzeit nochmals.
Jetzt den Neo in den Beutel, Helm auf, Schuhe an und raus aufs Rad, – geht doch.
Auf der Radstrecke trocknen die letzten Pfützen weg, bei der Anfahrt in die Innenstadt bläst uns ein noch laues Lüftchen entgegen. Aber der Wind wird stärker. Die Schleife nach Norden erlaubt unerwartete Geschwindigkeiten- aber es geht ja auch wieder gegen an, bei zunehmendem böigem Wind.
In der letzten dritten Runde ziehen im Norden dunkle Wolken auf. Aha!! Also doch alles wie vorhergesagt? Aber das Unwetter zieht knapp an uns vorbei. Dafür haben wir jetzt auch auf der  Nordschleife Gegenwind. Verdammt wie halten ich das Tempo hoch?
Da gibt es nur eins: Nase nach unten und die 3m Asphalt vor mir anstarren! Die Wechselzone am LVR-Gebäude wird schon kommen. Und da warten schon unsere Fans. – Das hilft nach der harten Radeinheit.
Die Laufstrecke führt dieses Jahr drei mal von der „scheel Sick“ über die Hohenzollernbrücke durch den Rheinpark am Rheinufer nach Norden. Zurückgelaufen wurde dann wieder Richtung Altstadt, hier hatten die Planer sich sogar eine Mini-Biermeile (nach Rother Vorbild?) einfallen lassen. Gut das ich das komische Bier nicht trinken muss, da laufe ich lieber weiter! Doch kurz vor Ende hatten sich die Streckenplaner noch ein grausames Schmankerl einfallen lassen. Die Deutzer Brücke musste über eine Wendeltreppe in jeder der drei Runden erklommen werden. Hier begann Ruth dann auch ihre furiose Aufholjagd und konnte sich von einer ihrer Konkurrentinnen noch auf dem letzten Kilometer über eine halbe Minute absetzten. Das sicherte ihr den 2. Platz in ihrer AK und den Vizelangdistanzmeistertitel.
Für mich blieb dieses Jahr nur der „undankbare“ 4. Platz in der DM Langdistanz der AKM 55 und der 6. Platz gesamt in meiner Altersklasse. Die persönliche Bestzeit nach eine langen Saison konnte mich jedoch darüber hinwegtrösten.

Zur Siegerehrung am nächsten Morgen mussten wir abermals früh raus. Sie fand wieder im gediegenen Ambiente des Maritim Hotels statt.

Fazit: Nach teilweise organisatorischem Chaos im letzten Jahr wieder ein gelungener attraktiver Wettkampf, Köln ist zum dritten mal (zumindest für ein Langdistanzrennen) eine Reise wert gewesen.

Ruth u. Bernd

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