Ironman+Frau Frankfurt

Niesel, Schauer, Dauerregen – Ruth und Bernd finishen rostfrei in Frankfurt -, und auch Elvis ist ein „Eisenmann“!

Frankfurt/Ratingen – Die beiden können es einfach nicht lassen: Ruth und Bernd (Küssner) haben als 2012er Wettkampf-Höhepunkt den Ironman in Frankfurt ausgeguckt und – wie gewohnt – mit Erfolg gefinisht.
Der lange Tag beginnt um 03 Uhr 30. Erster prüfender Blick zum Himmel: Von den angekündigten Schauern nichts zu sehen. Am Langener Waldsee ist alles wie immer, Hektik, Riesengewusel, Radcheck, Trinken, Banane und „leckere“ Riegel zur Eingewöhnung – dann ab in den Neo. Das Wasser hat mollige 23 Grad, aber Wohlgefühl kommt wegen der anderen 2799 Verrückten nicht auf. Der Schwimmstart ähnelt einer Massenkeilerei und es gibt die eine oder andere „Feindberührung“, nach zwei Dritteln der Strecke wird es übersichtlicher.
Pünktlich zur 2. Disziplin fängt dann doch an zu regnen, danach regnet es stärker und zuletzt regnet es richtig. Trotzdem ist das Tempo auf dem Radsplit hoch. Unterwegs viele Stürze und Pannen, nicht förderlich für die Motivation und unwe igerlich schießt die Sinnfrage durch den Kopf: „Warum tu ich mir das hier an, das ist doch alles nicht gesund…“ Auch die freundlichen Helfer, die den Ironman perfekt organisierten und durchzogen, hätten besseres Wetter verdient gehabt. Auf der schnellen Abfahrt nach Frankfurt hinunter aber kommt der Spaß am Triathlon zurück. In der zweiten Runde macht der Regen einem starken und böigen Wind Platz – auch kein Zuckerschlecken. Ruth und Bernd hatten trotz widriger Wetterverhältnisse jederzeit Unterstützung von der Familie und nicht zuletzt vom zweiten ttr-„Eisenpärchen“ Melanie und Markus (Haschke), die sich bekanntermaßen seit 2011 bestens mit den Streckenverhältnissen in Frankfurt auskennen…
Auf der Laufstrecke über vier Runden an beiden Seiten des Mains entlang schlug dann doch noch die Sonne richtig zu – der Fanclub sprach s päter sogar von Sonnenbrand – und das schöne Wetter lockte endlich reichlich Zuschauer an. Veranstalter und das begeisterte Publikum auf den Tribünen am Zielkanal zauberten die richtige Stimmung für die letzten Meter herbei und hinter dem Zielstrich wurde es für Eisenfrau und -mann dann richtig emotional . Ruth musste am nächsten Tag noch in die „Verlängerung“: Sie hatte auf der für beide bisher anstrengendsten Langdistanz den 3. AK-Platz bei den Frauen erkämpft und bekam bei der Siegerehrung den verdienten Pokal überreicht!  Bernd wurde AK-16. in einem starken Männerfeld und war ebenfalls zufrieden.
Beide versicherten nach der mehrheitlich nassen Strapaze glaubhaft, dass sie keinerlei Roststellen am Körper gesichtet haben.

Und: Die Erkenntnis, dass auch Elvis ein „Eisenmann“ ist.  Am nördlichsten Punkt der Radstrecke steht am so genannten „Elvis-Kreisel“ eine Statue aus Eisen, die an seine damalige Army-Zeit in Friedberg erinnert. Wer`s nicht glaubt kann sich beim Ironmann 2013 davon überzeugen.

BK

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: