Bettina und Carsten Huysmann beim Halbmarathon in Emsdetten

Es war einmal… So oder so ähnlich fangen viele Märchen an. In diesem gehen wir mal zurück in das Jahr 2013. Damals machte ich, Carsten, mich am 3. Mai auf nach Emsdetten, um dort den Halbmarathon zu laufen. Es lief „gefühlt“ irgendwie nicht richtig rund. Kurz nach dem Start festgestellt, dass der Brustgurt fehlte, es zu warm war und weit und breit nichts als Felder und Wiesen. Im Ziel dann die Überraschung: Mit 1:53:11 h gefinisht und die damalige persönliche Bestzeit um gut 2,5 Minuten verbessert!

Zurück zur Gegenwart: Manchmal ist es so, Geschichten wiederholen sich….

Nach längerer Überlegung, welcher Halbmarathonwettkampf sich für Bettina anbietet, um den nächsten Versuch zu unternehmen, die 2-Stunden-Marke zu „knacken“, fiel die Wahl auf den Teekottenlauf in Emsdetten.

Wir machten uns also am 12. Mai 2017 zur 30. Auflage des Wettbewerbes auf den Weg nach Emsdetten. Doch schon vor dem Start schraubte Bettina ihre Erwartungen herunter: nicht geschlafen, schwere Beine, viel zu warm – die Zielzeit von unter 2 Stunden schien unerreichbar. Egal, dafür gab es dann vor dem Start erst mal noch ein Stück Kuchen.

Pünktlich um 17:55 Uhr machten sich knapp über 200 Teilnehmer auf den Weg über die 21,0975 km. Im Mittelfeld der Läufer legten Bettina und ich einen schnellen Start hin. Der erste km war mit 5:12 min deutlich zu schnell für die angestrebte Zielzeit von knapp unter 2 Stunden. Nachdem das 1. Drittel absolviert war stellten wir fest, dass wir über 1 Minute unter der kalkulierten Zwischenzeit lagen. Geht da doch noch was?

Als es bei km 11 in die zweite Runde des Rundkurses ging, lag die Zwischenzeit bei knapp unter 1 Stunde. Mit dem Marathon von vor 2 Wochen in den Beinen merkte ich allerdings spätestens jetzt, dass ich heute für Bettina als Pacemaker nicht wirklich zu gebrauchen war.

Mit dieser Erkenntnis gab ich ihr bei km 13 ihr Gel mit dem Hinweis, dass sie auf den restlichen 8 km nur noch eine Pace von knapp unter 6:00 min/km halten muss und es wäre geschafft! Ein „gib Gas“ noch hinterher gerufen und rasch vergrößerte sich der Vorsprung von Bettina. Ich lief im sicheren Abstand hinterher mit der Absicht, falls Bettina einbrechen sollte, sie noch auffangen zu können, um sie vor der 2-Stunden-Grenze ins Ziel zu bringen.

Die verbleibende Distanz reduzierte sich und da ich Bettina nicht mehr sah, wusste ich, sie wird es schaffen – Geschichten wiederholen sich eben… Nachdem es mir schon 2013 gelungen war, in Emsdetten Bestzeit zu laufen, schaffte Bettina es auch, trotz aller schlechten Vorzeichen.

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Bettina kam mit einer hervorragenden Zeit von 1:56:55 h und somit deutlich unter 2 Stunden freudestrahlend ins Ziel. Mit dieser Zeit wurde sie 5. in ihrer Altersklasse und 15. bei den Frauen.

Carsten Huysmann

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