Von der Targo Bank zum Tabledance

An einem schönen Sonntagmorgen Ende Mai startete eine Gruppe von 8 Angerländern beim ersten Duisburger City Trail über 8,5 Kilometer.

Was ist ein City Trail? Ganz einfach:

Ein City Trail ist ein Lauf durch eine Innenstadt, wobei  Sehenswürdigkeiten der jeweiligen Stadt im Rahmen des Laufes besucht werden. Es gibt keine Zeitmessung; der Lauf, die Stadt und vor allem der Spaß stehen absolut im Mittelpunkt.

Anders als Läufe durch den Wald oder organisierte Veranstaltungen durch die Stadt kam dieser Lauf völlig ohne Absperrungen aus. Die Strecke verlief durch die Duisburger Innenstadt, bei diesem besonderem Lauf allerdings auch durch Gebäude und diverse Geschäfte und Etablissements…

Nach dem Start am König-Heinrich-Platz ging es zunächst eine steile Treppe hoch. Dann durchliefen wir die mit bunten Luftballons geschmückten beiden Stockwerke des Duisburger Spielcasinos. Zum Zocken war uns die Zeit zu schade, daher liefen wir weiter und überquerten den Averdunk-Platz auf dem Weg  zum Gebäude der Targo Bank. Dort gab es für die Läufer ein kleines Täfelchen Schokolade – natürlich in Form eines Geldscheins!

Danach ein kurzer Stopp mit Apfelscheibchen und Wasser oder Limonade bei McDonalds im Duisburger Hauptbahnhof.

Der nächste Halt war der kulturelle Höhepunkt des Laufes. Der Besuch in der Tabledance-Bar „Florida“. Vielleicht war der ein oder andere Teilnehmer des City Trails hier zuvor schon mal zu Gast, für uns Angerländer war es allerdings eine Premiere und wir waren beeindruckt von der Kulisse und den taffen Mädels, die schon morgens um 10.00 Uhr um die Stange tanzten. Natürlich haben wir ein Erinnerungsfoto vor der Bar geschossen.

Als nächster Kontrast-Punkt stand das Steinbart Gymnasium auf dem Programm. Ich habe dort vor ca. 40 Jahren das Abitur gemacht und bin seitdem nicht mehr in der Schule  gewesen. Beim  Lauf durch Musikraum und Aula kamen viele Erinnerungen hoch. In der Aula wurden die Laufszenen aus dem Film „Forrest Gump“ gezeigt und von uns mit einem „Lauf, Angerland, lauf!“ kommentiert.

Durch den Kant-Park ging es zum bekannten Lembruck Museum. Hier mussten wir aber durch die Ausstellungsräume gehen, da das Laufen dort nicht gestattet war.

Das alte ehrwürdige Duisburger Rathaus war das nächste Ziel. Das Innere des Rathauses erinnerte eher an ein Kloster mit schönen Rundbögen an den Decken. Wir mussten einige Treppen rauf und runter. Die Strecke verlief auch durch den Sitzungssaal des Stadtrates, in dem der bekannte Country-Sänger Steve Montana mit seiner Gitarre lebhaft aufspielte.

 

Die nächsten Stationen am Duisburger Innenhafen waren wieder Museen. Zunächst liefen wir durch das Stadtgeschichtliche Museum mit einer kleinen Foto-Session und dann wurde die Strecke durch das – vermutlich allen Eltern bekannte – Explorado geführt. Im Explorado konnte man im Vortragssaal beim Bingo Eintrittskarten für eine Kleinkunst-Veranstaltung gewinnen. Also Zeit für Bingo!  Selbstverständlich haben wir so lange gespielt, bis auch ein paar Karten gewonnen waren. Die Laufzeit stand also wirklich nicht im Vordergrund.

Nachdem wir das Kindermuseum verlassen hatten, kamen wir an den schön umgebauten Duisburger Innenhafen. Hier mussten wir über (Gras-) Wellen laufen, was ganz schön anstrengend war. Am Ende sorgte eine Samba Band für Entspannung.

Wir kreuzten die Autobahn A 59, um zum nächsten Halt im Stadtteil Duissern zu gelangen. Nach einer kurzen Laufstrecke durch das Wohnforum Bülles wurde uns auf dem Parkplatz von der Cocktail-Ambulanz ein fruchtiger Drink (o. A.) gereicht. Hier haben wir uns auch mit dem bekannten MSV Maskottchen Ennatz ablichten lassen. Dann waren die 8,5 km auch schon fast vorbei und es ging zurück in die Innenstadt. Vor dem Ziel stand noch die Durchquerung des Duisburger Stadttheaters (wieder einige Treppen, die wir aber noch fast laufend nahmen) an.

 

Der City Trail war mal wirklich eine etwas andere und interessante Laufveranstaltung. Hier kann man in einer Gruppe ohne Zeitstress die Innenstadt erlaufen und die jeweilige Stadt kennenlernen. Man läuft ein mäßiges Tempo und hat ungefähr jeden Kilometer eine unteraltsame Unterbrechung.

Zum guten Schluss wurden wir wie Stars von Cheerleadern beim Überqueren der Ziellinie gefeiert und erhielten  sogar eine Medaille.  Unseren Lauf haben wir mit einem gemeinsamen Frühstück mit Kaffee, Kuchen und einer Laugenstange abgeschlossen.

Der Lauf hat allen großen Spaß gemacht und man kann ihn sowohl  Anfängern, als auch „alten Hasen“ oder Gruppen, die einfach eine schöne Zeit miteinander verbringen möchten (so wie wir sie hatten) nur empfehlen.

Norbert Schmitz

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