Fitness in der Corona-Zeit

Vor Corona bin ich regelmäßig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit nach Düsseldorf gefahren. Dann musste ich mich entscheiden: erhöhtes Ansteckungsrisiko in Bus und Bahn oder Umsteigen aufs Fahrrad.

Ich bin froh, dass ich mich für die zweite Variante entschieden habe. So fahre ich jeden Morgen von Hösel über Eggerscheidt nach Düsseldorf-Flingern und genieße den Sonnenaufgang, die frische Luft und das tolle Körpergefühl nach dieser sportlichen Einheit.

Die Strecke ist naturnah; es geht über Felder und durch Wälder, Steigungen wechseln sich mit Gefälle ab. Auf dem Hinweg zur Arbeit kann ich die eine oder andere Steigung gut bewältigen, aber auf dem Rückweg muss ich ordentlich in die Pedale treten, um den gesamten Hölenderweg hochzufahren. Bei den ersten Einheiten „brannten“ die Beinmuskeln ordentlich, aber inzwischen fährt es sich deutlich leichter – die Muskeln wachsen halt mir ihren Aufgaben.

Seit nunmehr neun Monaten trotze ich auf diese Weise jeder Wetterlage. Auch Regen und Kälte machen mir nichts aus. Wie heißt es so schön: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.“ Ganz selten gönne ich mir auf dem Rückweg die Fahrt mit der S6 von Düsseldorf-Rath nach Hösel. So blieb ich bisher von Erkältungen verschont und komme immer gut gelaunt an mein Ziel.

Für die 16 km brauche ich im Schnitt 40-45 Minuten und bin damit sogar schneller als mit dem ÖPNV. Mein Fahrrad ist älter als 20 Jahre, aber die 27-Gang-Schaltung funktioniert noch immer einwandfrei – und das Beste daran: Ich bin der Motor!

Das Laufen in der Corona-Zeit ist leider zu kurz gekommen. Ganz besonders vermisse ich das gemeinschaftliche Laufen mit Gleichgesinnten im Lauftreff. So hoffe ich, dass die Corona-Regeln bald gelockert werden und wir uns alle gesund im Hinkesforst wiedersehen.

 

Dirk Grospitz

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