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Berlin, Berlin, wir waren in Berlin

Beinahe 1,5 Jahre mussten 14 Läufer des Angerland Lauftreffs warten, um beim 40. Generali-Halbmarathon in Berlin zu starten.

Ursprünglich für April 2020 geplant, wurde die Veranstaltung coronabedingt 2mal verschoben. Durch diese Verschiebung konnten leider nicht alle zunächst angemeldeten Angerländer in Berlin starten.

Wochen vor dem Lauf stieg die Spannung immer mehr. Sollte der Halbmarathon in letzter Minute doch noch abgesagt oder erneut verschoben werden? Wir hatten Glück und konnten uns Ende August auf den Weg nach Berlin machen.

Bis Samstag, den 21.8. waren alle Angerländer Läufer und Unterstützer in Berlin angekommen. Zunächst galt es die Startunterlagen im alten Berliner Flughafen Tempelhof abzuholen.

Die gute Organisation des Laufes fiel hier schon auf. Alle Besucher und Läufer, die auf das Gelände wollten, wurden akribisch überprüft. Nach der 3G-Regel erhielt man Zugang zum ehemaligen Flughafen und konnte seine Startunterlagen an einem der zahlreichen Schalter abholen. Eine kleine Messe mit Artikeln für Läufer, wie Bekleidung, Schuhe, Käppis, Energy Gels etc. durfte hier natürlich auch nicht fehlen.

Die am Eingang an den Handgelenken eines jeden Läufers festgemachten Bändchen in grün (Corona 3-G-Nachweis) und rot (Läufer-Nachweis, Zugang zum Startbereich) zeichneten uns nun als geprüfte Halbmarathon-Teilnehmer von Berlin aus.

Um die Stadt ein wenig kennenzulernen und unsere Kräfte zu schonen, entschieden wir uns am Samstag zu einer gemütlichen Sightseeing-Bootsfahrt über die Spree. Der Wettergott meinte es dabei sehr gut mit uns und wir durften diese Tour bei strahlendem Sonnenschein genießen.

Am Abend feierten wir zusammen unsere eigene „Pasta-Party“, sprich wir waren alle zusammen bei einem Italiener, um unsere Kohlenhydratdepots vor dem 21 km-Lauf noch einmal ordentlich zu füllen. Auch das ein oder andere Glas Bier (am Abend vor dem Lauf empfiehlt sich alkoholfrei) war dabei hilfreich.

Überrascht wurden wir an diesen fröhlichen Abend von den Angerländern Marcus Eichler und Uli Kobek, die auf einmal „auf der Matte standen“. Die beiden hatten sich auf den Weg nach Berlin gemacht , um uns Läufer entlang der Strecke zu unterstützen. Dabei hatten sie auch einen ausgeklügelten Zeitplan, um möglichst alle ALT-Läufer mehrfach an der Strecke anzufeuern und auch Getränke zu reichen. Das war großartig!

An dieser Stelle herzlichen Dank für die tolle Unterstützung, natürlich auch die von den mitgereisten nicht am Halbmarathon teilnehmenden Partnern (Martina, Carolin, Markus) und darüber hinaus die vielen guten Wünsche (z.B. „schnelle Beine“, „genießt den Lauf“, „kommt alle gesund wieder“, etc.) die uns per WhatsApp von anderen Angerländern erreichten.

 

Nach einer mehr oder minder guten Nacht versammelten sich die meisten Angerländer Läufer am Sonntagmorgen bereits um 7.00 Uhr zu einem kargen Frühstück. 2 halbe Brötchen mit Honig und ein oder zwei Kaffee schienen durchaus ausreichend. Der Magen sollte ja auch für den bevorstehenden Lauf nicht zu voll sein.

Gegen halb neun machte sich der Großteil der Angerländer auf den Weg zum Tiergarten, wo sich der Start des Halbmarathon befand. Der kleinere und sehr viel schnellere Teil unserer Truppe stand zu diesem Zeitpunkt sogar schon an der Startlinie.

Der traditionelle Halbmarathon in Berlin startet in nach Zielzeiten gestaffelten Läufer-Wellen. In den vordersten Reihen befanden sich dabei Gladys Just und Björn Tertünte.

Zunächst fuhren wir allerdings vom Hotel 2 Stationen mit der U-Bahn zum Brandenburger Tor. Dabei hatten wir mit unseren Startnummern sogar den ganzen Tag freie Fahrt in den öffentlichen Verkehrsmitteln von Berlin. Die Bahn war voll mit anderen Läufern und es herrschte eine schöne, vorfreudige Stimmung. Wir liefen zum Tiergarten und Eingang des abgesperrten Halbmarathon-Geländes, dabei wurden unsere grünen/roten Bänder natürlich überprüft. Das gesamte Gelände war sehr großzügig, sodass Abstände recht gut eingehalten werden konnten. Selbstverständlich mussten alle Läufer bis zum Überqueren der Startlinie Maske tragen. Das war freilich etwas warm, aber eben auch nicht zu ändern.

Die meisten von uns starteten in der letzten und größten Starterwelle um 10.05 Uhr. Spätestens jetzt war die Menge in allerbester Stimmung, da der Moderator kurz vor dem Startschuss noch einmal fetzige Musik auflegte und die Menge zu Mitmachen von lustigen Armbewegungen und Trippelschritten animierte. Das hatte Flashmob-ähnlichen Charakter.

Startschuss. Startlinie. Die Masken runter und los geht’s. Die letzte Welle der insgesamt ca. 15.000 Halbmarathon-Starter setzte sich in Bewegung. Ein tolles Gefühl. Vor uns die Siegessäule. Das war doch schon mal ein gutes Zeichen. Die Menge macht Tempo, jetzt bloß nicht zu schnell werden.

Das Wetter war prima, ca. 18 Grad, bedeckt und eine tolle Strecke durch Berlin lag vor uns. Endlich konnten wir wieder mit vielen Gleichgesinnten einen Lauf absolvieren. Auf diesen Moment hatten nicht nur die Angerländer mehr als ein Jahr lang gewartet.

Normalerweise starten bei diesem Halbmarathon in Berlin 35.000 Teilnehmer. Die Anzahl wurde wegen Corona allerdings deutlich reduziert. Der Lauf ist eine Generalprobe für den Marathon Ende September diesen Jahres.

Wir liefen an der Siegessäule vorbei, Richtung Ernst-Reuter-Platz. Für die Läufer war natürlich der komplette Verkehr gesperrt und so rannten wir über die lange Otto-Suhr-Allee auf das Schloss Charlottenburg zu. Bis dahin hatten wir schon 4km in den Beinen. Leider hatten wir keine Zeit für eine Besichtigung. Weiter ging es über die Schlossstraße und den Kaiserdamm. Bei all diesen tollen Straßennamen fühlten wir uns richtig königlich. Nach etwa 8km hatten wir auch schon den berühmten Kurfürstendamm erreicht. Etwa 3km lang war der Weg vorbei am KaDeWe und am Ende konnten wir sogar die Gedächniskirche bestaunen. Stadtbesichtigung heute auf eine ganz andere Art. Über die Hälfte der  Strecke lag nun schon hinter uns. Die Potsdamer Straße zog sich etwas in die Länge, allerdings mussten wir ab hier nur noch 4km schaffen. Da! Martina, ein Winken, sie feuert uns von der Seite an und läuft sogar ein Stückchen mit. Das ist Motivation. Derart beflügelt liefen wir weiter. 300m später standen unsere Unterstützer Marcus und Uli an der Seite. Schön, wenn man so nett angetrieben wird. Es gab viele Zuschauer am Straßenrand, aber unter normalen Bedingungen (ohne Corona) wären es sicher noch einige mehr gewesen.

Nach 17 km fällt das Atmen schwerer, die Beine werden müde und man denkt ans Ziel. Es ist nicht mehr weit. Da noch viele Läufer auf der Strecke sind, ist es nicht so schlimm. Man ist ja nicht allein.

Gladys und Björn sind mit ihrem Lauf schon lange fertig und spornen die restlichen Angerländer kurz vor dem Ziel noch einmal richtig an. Und da ist es: das Brandenburger Tor! Wir liefen mit einem Gefühl der Genugtuung hindurch und überqueren kurz dahinter die Ziellinie. So schön doch der Lauf war, so schnell war er auch vorbei. Stolz nehmen wir unsere Medaillen entgegen und trinken erst einmal zwei Erdinger alkoholfrei. Die haben wir uns so richtig verdient!

Gerade haben es alle Angerländer ins Ziel geschafft, da schüttet es wie aus Eimern. Langsamer hätten wir nicht sein dürfen. Auf der Strecke wäre der Guss wohl nicht so schön gewesen.

Wir machen uns auf den Weg zurück ins Hotel. Die freie Fahrt mit der U-Bahn nutzt uns nichts. Sie ist zu voll, wir beschließen zurück zum Hotel zu gehen. Den Nachmittag nutzen wir um uns zu erholen und treffen uns alle zusammen erst wieder zum Abendessen, um das sehr kurzweilige Wochenende abzuschließen und unsere erfolgreichen Läufe zu feiern. Gesprächsstoff gab es genug und die Unterhaltungen werden beim nächsten Lauftreff in Lintorf am Parkplatz Hinkesforst bestimmt fortgesetzt.

Gladys Just absolvierte ihren Lauf als Vorbereitung auf den Berlin Marathon in wenigen Wochen in der tollen Zeit von 1:40:04 h und 15. ihrer Altersklasse. Björn Tertünte konnte den Halbmarathon in der fabelhaften Zeit von 1:14:26 h als 2. seiner Altersklasse und 73. insgesamt finishen. Äußerst zufrieden war auch Dirk Grospitz der das Ziel in einer Zeit von 1:38:46 h erreichte.

Auch alle anderen Angerländer Läufer gaben ihr Bestes und „finishten“ mit folgenden Zeiten:

Bei den Frauen: Sylvia Bock: 2:28:47 h, Christel Dietle-Marx: 2:28:02 h (persönliche Bestzeit),
Martina Hilgers: 2:52:22 h, Bettina Huysmann: 2:15:53 h, Geli Pohl: 2:41:51 h,
Petra Schmitz: 2:31:17 h, Henni Weigel: 2:52:23 h (1. Halbmarathon)

Bei den Männern: Carsten Huysmann: 2:08:22 h, Wilfried Kostbahn:2:19:15 h, Michael Pohl 2:31:48 h, Norbert Schmitz: 2:30:59 h

Resümee: Ein tolles, sportliches Wochenende mit einer Menge Spaß! Gerne wieder.

 

2. Fun-Run – just for fun

Der Spaß darf beim Angerland-Lauftreff nicht zu kurz kommen und so wurde am 13. August 2021 kurzerhand der 2. Angerland FunRun auf die Beine gestellt.

An diesem schönen, sonnigen Freitagnachmittag machten sich 23 Läufer und Walker auf die 5km lange Strecke durch den Hinkesforst. Mit Abstand und nacheinander ging es in den Wald. Einige Läufer wollten wissen, wie schnell sie diese Distanz noch laufen können, da es in den letzten Monaten ja fast keine Laufveranstaltungen gab. Andere haben es etwas entspannter angehen lassen und den Lauf durch den Forst bei angenehmen Temperaturen einfach genossen.

Die Leistung von Liliane Ulldemolins-Schnell ist jedoch besonders hervorzuheben. Die Walkerin startete in der Altersklasse W5 (weiblich, 5 Jahre) mit ihren Eltern und ist nach 51 min begleitet durch eine La Ola-Welle der Angerländer ins Ziel gewalkt! Toll, dass der Nachwuchs schon so früh und schnell dabei ist.

Sehr schnell unterwegs war auch ein anderer Youngster. Yannick Simbeck (21:42 min.) bewältigte die Strecke nur wenige Sekunden vor Dirk Grospitz (21:52 min) in einer tollen Zeit. Andrea Adam kam mit 22:30 min als dritter Läuferin ins Ziel. Die schnellsten Walker waren Bernd Potthoff (37:42 min) und Alexandra Viglahn (38:13).

Abgerundet wurde die gelungene Veranstaltung durch eine kleine Verlosung, gemeinsames Grillen mit einem kühlen und natürlich wohl verdientem Bierchen.

Nach dem Lauf bekam jeder Teilnehmer noch eine Urkunde als Erinnerung an einen tollen Nachmittag.

Endlich – es geht wieder los!

Liebe Angerländerinnen und Angerländer,

wir haben lange ausgehalten und durchgehalten und jetzt ist es wieder möglich mit unserem geliebten Lauftreff zu starten!

Die sinkende Inzidenz erlaubt „Kontaktfreien Außensport“ (50-100) mit bis zu 25 Personen!

Daher  starten wir wieder am Parkplatz Hinkesforst zu den gewohnten Lauftreffzeiten – Montag, Mittwoch, Freitag jeweils um 18:15 Uhr

                ab Montag 7. Juni 2021

Bitte habt Verständnis, wenn der Start etwas holprig beginnt. Aktuell sind einige Betreuer im Urlaub oder stehen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Wir geben unser Bestes, die Freude am gemeinsamen Laufen wieder zu fördern.

Sollten sich mal mehr als 25 Personen am Parkplatz aufhalten, so Bitten wir euch, die Abstände zu vergrößern und grundsätzlich die Corona-Regeln einzuhalten.

Vielen Dank für eure Treue – mit Spaß und Zuversicht freuen wir uns auf viele gemeinsame Läufe!

Sportliche Grüße

Henni Weigel                    Andreas Dernier

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